Portrait

Frank-Rüdiger Hildebrandt

  • geboren 1941 in Schönlanke, Posen-Westpreußen
  • Studium der Architektur bei Rudolf Steinbach
  • Städtebau bei Gottfried Böhm
  • Malerei bei Hubert Berke und Wilfried Ogilvie
  • Gründung der Architekturbüros: Planungskollektiv Architektur und Städtebau, Frankfurt und Bauhütte im Schloss Alfter
  • Hochschullehrer für Malerei und Architektur an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn
  • Mitbegründung der Fakultät für Architektur
  • Realisierung verschiedener Bauaufgaben im Sozial-, Heil- und Bildungssektor
  • Farbgestaltungskonzepte, Vorträge, Seminare, Publikationen und Ausstellungen

Kindheit und Jugend

1945 flüchtet seine Familie nach Stralsund an die Ostsee, wo der Bruder in einem Kornspeicher zur Welt kommt. Mit einem Kohlenfrachter gelangt die Familie nach Dänemark, wo sie 2 ½ Jahre in verschiedenen Internierungslagern untergebracht wird.
1947 werden die Lager aufgelöst, und der neue Wohnort ist nun Schledehausen bei Osnabrück. Der Vater stirbt noch im gleichen Jahr. Der Besuch der Dorfschule und das ländliche Leben prägen die Kindheit Frank-Rüdigers. Schon früh erlernt der Schüler die Technik der Malerei mit Ölfarben bei den Malern Kurt Hartung und Janos Todt. Er verkauft seine ersten Bilder im Alter von zehn Jahren.

Frank Hildebrandt spielt als kleiner Junge mit Bauklötzen
J. Todt an der Staffelei mit Frank-Rüdiger Hildebrandt
Frank-Rüdiger Hildebrandt malt als Junge ein Bild.

Schule und Studium

Nach dem Abitur am Ratsgymnasium in Osnabrück und einem Baupraktikum folgt das Studium an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen:

  • Architektur bei Rudolf Steinbach
  • Städtebau bei Gottfried Böhm
  • Malerei bei Hubert Berke
  • 1967 schließt er das Studium mit ’summa cum‘ laude ab und erhält von der RWTH Aachen die Springorum-Denkmünze.
  • 1967-68 folgt ein Büropraktikum bei dem Architekten Carlfried Mutschler in Mannheim, sowie die Teilnahme an Projekten der kritischen Universität Heidelberg.
Abtei Neresheim

Planungskollektiv und Bauhütte

  • 1968 Gründung des Architekturbüros
    „Planungskollektiv Architektur und Städtebau“ in Frankfurt am Main, mit Rolf Hetterich, Heinz Michael Kleinert und Hartmut Lehmann
  • 1973 Tod des Bruders
  • Aufenhalt in der Benediktinerabtei Neresheim als Mönch auf Zeit.
  • Frank-Rüdiger Hildebrandt erübt die Zen Meditation bei H.M.E.Lassalle.

Im Spätsommer ist er Bauhelfer bei den Instandsetzungsarbeiten am Johannishof in Alfter bei Bonn, einem alten Johannitergut, das für den 2 Studienbeginn der „Alanus Hochschule der musischen und bildenden Künste“ vorbereitet wird.
Mit dem ersten Studienjahr tritt er in das Studium der Aquarellmalerei bei Wilfried Ogilvie ein. Verbunden mit der Malerei an der Alanus Hochschule ist das Studium der Antroposophie und kursorisch die Teilnahme an den Künsten: Bildhauerei, Sprache und Schauspiel, Musik und Eurythmie. Die Hochschule folgt dem Ideal des Zusammenklanges der Künste im Gesamtkunstwerk, so wie der Namenspatron ‚Alanus ab insulis‘ die Ganzheiltichkeit des Denkens und Handelns forderte.

1974
Gründung des Architekturbüros „Alanus Bauhütte“ in Alfter mit den Hochschulkollegen Wilfried Ogilvie, Wilhelm Scheulen, Peter Ferger. Die Bauhütte ist ein erster Schritt, der Alanus Hochschule Werkstätten anzuschließen. Es folgt eine Schreinerei, eine Druckerei, eine Weberei und der Anfang eines lanwirtschaftlichen Betriebes. Auf längere Sicht lassen sich diese Einrichtungen nicht an die Hochschule binden, zu stark ist das Engagement der Lehrkräfte im Lehrbetrieb.
Seit 1982 führt Frank-Rüdiger Hildebrandt das Büro als „Bauhütte im Schloß“ in eigener Regie weiter.

Hochschullehrer an der Alanus Hochschule



1976
wird er Hochschullehrer im Fachbereich Malerei und seit 1978 zusätzlich Hochschullehrer für Entwerfen in der später startenden Architekturklasse.

1976
heiratet Hildebrandt die Bildhauerin Maja Draessler

1994
stirbt Maya Hildebrandt-Draessler

2000
heiratet er die Pianistin und Eurythmistin Anne Dekker

2001
Antrag zur staatlichen Anerkennung des Architekturstudiums, das bis dahin mit einem hochschuleigenen Diplom abschließt, und mit dem die AbsolventInnen den Titel ,Architekt‘ nicht führen dürfen.
Frank-Rüdiger Hildebrandt holt zum Architektur-Studienkonzept der Alanus Hochschule und zu seinen eigenen Arbeiten Professorengutachten ein, um die Gleichwertigkeit des Studienganges mit staatlichen Hochschulen nachweisen zu können.

2003
wird der neubenannten „Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft“ vom Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung in Düsseldorf die staatliche Anerkennung als Kunsthochschule erteilt.
Frank-Rüdiger Hildebrandt wird die Professur für die Fakultät Architektur verliehen.

2006-2018
übernimmt er mit seiner ‚Gestaltlehre‘ die praktische Einführung in die künstlerischen Grundelemente, so wie sie für Musik, Malerei, Skulptur, und Architektur Gültigkeit haben. Dazu experimentiert er mit den Studierenden im eigens errichteten Raumlabor der Architekturabteilung.