Frank-Rüdiger Hildebrandt

Frank‑Rüdiger Hildebrandt ist ein deutscher Architekt, Maler und Hochschullehrer. Er war Professor an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft und zählt zu den Vertretern einer organisch‑lebendigen Architektur sowie einer prozessorientierten Malerei.

Architektur

Nach dem Studium war Hildebrandt zunächst in einem Architekturbüro tätig und gründete anschließend gemeinsam mit Studienkollegen das Planungskollektiv Architektur und Städtebau in Frankfurt am Main. In den 1970er‑Jahren verlagerte er seinen Arbeits‑ und Lebensmittelpunkt nach Alfter bei Bonn.

Hochschullehre

Frank‑Rüdiger Hildebrandt war über viele Jahre als Dozent und Professor für Malerei und Architektur an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter tätig. Er gehörte zu den Mitbegründern des Fachbereichs Architektur und war maßgeblich am Aufbau der Hochschule beteiligt.
In seiner Lehrtätigkeit verfolgte Hildebrandt einen interdisziplinären Ansatz, bei dem Architektur, Malerei und andere Künste in Beziehung zueinander gesetzt wurden. Seine Lehre war geprägt von einer künstlerischen und wahrnehmungsorientierten Herangehensweise.

Malerei

Parallel zu seiner architektonischen Tätigkeit entwickelte Hildebrandt ein eigenständiges malerisches Werk. Seine Arbeiten umfassen unter anderem Aquarelle, Tempera‑ und Ölbilder. Inhaltlich beschäftigen sich seine Werke mit Farbprozessen, Wahrnehmung und Bildwirkung.
Die Malerei verstand Hildebrandt nicht als rein bildhafte Darstellung, sondern als einen Erkenntnis‑ und Erfahrungsprozess. Seine Arbeiten wurden in Einzel‑ und Gruppenausstellungen gezeigt.

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Publikationen

Die Donnerstag-Gesellschaft, 1997

Alfter, 1947-1950
Frank-R. Hildebrandt, Jens Scholz
ISBN 3-921342-57-0

Alexej Jawlensky, 2013

Auf den Grund geschaut
Frank-R. Hildebrandt
ISBN 978-3-00-038758-6

Lebendiges Bauen, 2012

aus dem Bauhüttenbuch
Frank-R. Hildebrandt
ISBN 978-3-00-044621-4

Zeichnungen zu energetische-meditative-eurythmische Räume, 2003

von Anne Hildebrandt-Dekker
ISBN 3-7235-1176-7

Kulturerlebnisweg Alfter

Schon in den ersten Alfterer Jahren entdeckt Frank-Rüdiger Hildebrandt die Besonderheiten des historischen Ortes Alfter. Er ruft den „Kulturerlebnisweg Alfter“ ins Leben.

Dieser Weg umfasst zwischen dem Johannishof und dem Schloss Alfter 23 Stationen, die besondere Aufmerksamkeit fordern:
alte Häuser, Wegekreuze, Einblick in Leben und Arbeitsweise der Anwohner und Standplätze für Skulpturen von Studierenden und Lehrkräften der Hochschule. Zudem besteht die öffentliche Einladung zum Besuch der Alanusateliers am Johannishof und im Schloss. In Verbindung mit den Veranstaltungen der Bücherei, der katholischen und der evangelischen Kirche sowie dem Schloss stellt der ‚Kulturerlebnisweg Alfter‘ ein umfassendes Gesamtkunstwerk dar, das wesentlich zur Integration der Alanus Hochschule und ihrer Studierenden beigetragen hat, und das durch Gruppenführungen bekannt geworden ist.

In der Folge entstehen in der Nähe der Erlebnisweg Witterschlick und der Skulpturenpfad Sankt Augustin.